Shungit (3)

Shungit - der russische Wunderstein

Shungit (Schungit) ist etwas ganz Besonderes. Sie werden sich schwer tun, ein älteres Schmuckstück zu finden. 2000 Millionen Jahre ist er alt - zum Vergleich, die Alpen sind vor etwa 60 Mio Jahren entstanden. Benannt ist er nach dem Fundort Shunga, einem Dorf im Nordwesten Russlands in Karelien. Aber seine Geschichte ist von globaler Bedeutung, denn dort entstand unter außergewöhnlichen Umständen eines der größten Kohle- und Erdölvorkommen der Erde.

Shungit könnte man auch als Kohle in Ölschiefer bezeichnen, denn er besteht zum größten Teil aus reinem Kohlenstoff. Im Falle von Edel-Schungit beträgt dieser sogar 98 %. Es ist der umgewandelte Kohlenstoff den einst die Algen enthielten. Schungit ist schwarz und lässt sich polieren. Edelschungit ist stärker komprimiert und frei von Fremdmaterialien. Bei ihm sind sogar die Bruchflächen hochglänzend. 

Wie entstand der Shungit? 

Bakterien und Algen sammeln sich als Schlamm auf dem Boden einer riesigen Lagune, einem abgeriegelten Gewässer ohne turbulente Wasserströmungen. Tropische und über sehr lange Zeiträume konstante Verhältnisse führten zur Ansammlung riesiger Schichten abgestorbenen organischen Materials. 

Was war das Shunga-Ereignis?

Damit sich diese Ablagerungen zu Schungit,  Kohle- und Erdölvorkommen umwandeln konnten, bedurfte es der Abdeckung dieser Schichten. Verbreiteter, starker Vulkanismus erledigte diese Aufgabe. Dies erfolgte im Zusammenhang mit dem sogenannten Shunga Event vor 2 Mrd. J., einem globalen geologischen Ereignis über dessen Ursachen noch keine Klarheit besteht, bei dem jedoch weltweit die meisten Algenarten plötzlich ausstarben.

 

Möglicherweise steht es in Zusammenhang mit dem Vredenfort Asteroidneinschlag im heutigen Südafrika, bei dem zur gleichen Zeit ein Krater von 300 km Durchmesser entstand - dem größten bekannten Einschlag der Erdgeschichte.

Was gibt es aus Shungit?

Shungit wird gerne als Anhänger oder Armband getragen. Auch Rohsteinbrocken zum Einlegen in Wasser oder zur Dekoration sind beliebt.

Welche Kräfte schreibt man dem Shungit zu?

In Russland werden dem Shungit schon seit Jahrhunderten Heilkräfte zugesprochen. Die Begründerin der Romanow Dynastie gesundete 1598 nach der Behandlung mit Wasser in das Schungit eingelegt war. Peter der Große gründete wegen der Schungitvorkommen einen Kurort am Onegasee und wies seine Soldaten an Schungit in ihre Feldflachen zu legen. Dies soll ihr Wasser in einem heiße Sommer keimfrei gehalten haben, so dass sie den SIeg über die geschwächten Schweden davontrugen.

Aufgrund seines Aufbaus aus natürlichen Fullerenen (seltene, ringförmige Kohlenstoffstrukturen) wird dem Schungit in der russischen Medizin eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben..

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