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Peridot, Chrysolith oder Olivin - welcher Name stimmt?

Der Name, d.h. die Nomenklatur, ist sehr wichtig. Steine müssen klar benannt werden. Das Synonym für den Peridot ist Chrysolith (ein alter Name) und Olivin. Die alten Bezeichnungen leben in der Tradition fort, weil der Stein unter ihnen bekannt wurde. Andererseits irritieren zu viele Bezeichnungen desselben Steins den Kunden. 
Peridot ist inzwischen weithin angenommen, auch international fährt man damit am besten. Man kann den Namen mit oder ohne „t“ am Ende aussprechen.  Mein gemmologischer Lehrvater meinte dazu: Wer´s mehr französisch mag, lässt das "t" am Ende einfach weg.


Peridot ist ein Magnesium-Eisen-Silikat und somit durch Mischkristallbildung entstanden. Zwei Minerale mischen sich, hier Magnesium und Eisen, wobei das Mischungsverhältnis je nach Bedingungen unterschiedlich ist. Das Eisen ist das farbgebende Mineral, das den Stein olivgrün erscheinen lässt. Die Farbe ist also aus einem der chemischen Hauptbestandteile entstanden, und immer mit der Kristallstruktur des Steins verbunden. Dies nennt man idiomatisch (eigenfarbig) gefärbt und bedeutet, dass der Stein immer dieselbe Farbe hat. Peridot ist immer grün, mal mehr gelbstichig, mal dunkelgrüner, aber niemals rot oder blau.

 

 

Im Gegensatz dazu bedeutet allochromatisch, dass das Hauptelement der chemischen Zusammensetzung im reinen Zustand farblos ist (wie bei Topas oder Saphir z.B.), und dann durch die verschiedensten Spurenelemente in unterschiedlichen Farben auftreten können.

Herzlichst, Ihre Heidi Maria Killer-Bögl (Gemmologin)

 


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