Smaragd (64)

 

Smaragd Schmuck - der Inbegriff des Grüns

"Meine Aufgabe ist es gut zu sein ... gleich, was andere sagen oder tun, ich muss sein wie ein Smaragd, meine Farbe darf nicht blass werden."

Marc Aurel

Der Smaragd als Metapher dafür, sich treu und authentisch zu bleiben. Seit der Zeit des ägyptischen Neuen Reichs um 1500 v. Chr. wurden am Emerald Mountain nahe dem Roten Meer Smaragde gefunden. Bis ins Mittelalter hinein kamen die meisten Smaragde des Abendlandes aus diesen Minen, aus Österreich oder Russland. Im Zeitalter der Entdeckungen kamen bedeutende Vorkommen in Kolumbien, Brasilien und Simbabwe dazu. Im Jahre 1935 gelang es bei der IG-Farben in Bitterfeld, synthetische Smaragde herzustellen. Synthetische Smaragde haben die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften - nur werden sie im Labor gemacht. Es ist wie mit einem Gemälde: Die Kopie kann dem Original nie das Wasser reichen.

Was macht den Wert eines Smaragds aus?

Das erste Kriterium ist die Farbe. Nicht zu hell, nicht zu dunkel, smaragdgrün eben, wie das Grün einer traditionellen Ampel (jedoch keine LED-Ampel) wie ein dichter feuchter Rasen. Als Zweites kommt die Transparenz. Je transparenter, desto seltener und hochwertiger. Einschlüsse werden beim Smaragd hingenommen, sind sogar als Echtheitsmerkmal gewünscht, nur stören sollen sie nicht. Als letztes, den Wert bestimmendes Merkmal kommt natürlich die Größe hinzu. Smaragde werden meist in rechteckiger Form geschliffen, weil dies schon in der prismatischen Form des Kristalls angelegt ist.

Gibt es Smaragde auch in anderen Farben als grün?

Nein! Der grüne Smaragd gehört zur Familie der Berylle. Und dort herrscht Ordnung: Ein smaragdgrüner Beryll ist ein Smaragd, ein blauer Beryll ist ein Aquamarin, ein hellgrüner Beryll ist ein grüner Beryll, ein rosafarbener Beryll ist ein Morganit.

Wie entsteht der Smaragd?

Smaragde entstehen vor allem auf zwei Arten. Die seit der Antike bekannten ägyptischen Smaragde entstammen sogenannten Pegmatitlagerstätten. Diese bilden sich, wenn zähflüssiges, heißes Magma aus dem oberen Erdmantel in die Erdkruste eindringt und durch die kältere Umgebung langsam abkühlt.

 


Im Laufe dieses Abkühlungsprozesses kristallisieren aus der Schmelze verschiedene Mineralien. Wenn das Zusammenspiel von Druck, Temperatur und chemischer Zusammensetzung der Schmelze stimmt, dann können in so einem Milieu auch Smaragdkristalle wachsen.

Anders bildeten sich in Österreich die Smaragde des Habachtals. Damit ein Smaragd wachsen kann, müssen die Elemente Aluminium, Beryll, Silizium und Sauerstoff zusammenkommen. Dies geschah während der metamorphen Umwandlung abgelagerter Meeressedimente bei der Bildung der Alpen. Tektonische Platten wurden durch den nordwärts driftenden afrikanischen Kontinent gegen Europa geschoben. Dabei bildeten sich die Glimmerschiefer der Zentralalpen.

Was gibt es aus Smaragd?

Smaragde werden facettiert oder in Cabochonform geschliffen und zu hochwertigem Schmuck verarbeitet. Das klassische Edelmetall in Verbindung mit Smaragd ist Gold. Cabochons mit guter Farbe aber weniger Transparenz findet man auch in Silber. Ein Klassiker sind auch facettierte Edelsteinketten. Smaragdkristalle können auch faustgroß werden. Alles, was zwar opak ist, aber eine gute Farbe hat, wird zu Cabochons geschliffen. Größere Kristalle in Verbindung mit Muttergestein werden auch als eindrucksvolle Dekoobjekte gehandelt. Um die Farbe zu intensivieren werden einzelne Kristallflächen gerne poliert. Mit einer Mohshärte von 7,5 bis 8 sind Smaradge harte Edelsteine, doch nicht so hart wie Diamanten.

Welche Bedeutung hat der Smaragd?

In der Steinheilkunde gilt der Smaragd als Stein für Gerechtigkeit und Harmonie. Man schreibt ihm zu, er fördere die Erholung und Regeneration. Spirituell unterstützt er die Sinnfindung. Schon die Heilige Hildegard von Bingen schrieb dem Smaragd im 12 Jhd. gesundheitsfördernde Kräfte zu. Der Smaragd gilt als Glücksbringer für die Sternzeichen Krebs, Waage und Stier.

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Literatur: • Michael Gienger: Heilsteine - 555 Steine von A-Z, Verlag Neue Erde • Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten der Welt, BLV Verlag


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