Turmalin schwarz (43)

Schörl  - auch schwarzer Turmalin genannt

in Mitteleuropa war der Schörl der erste Turmalin, der - um das Jahr 1500 - in der Literatur auftauchte. Der  Bürgermeister der Bergbaustadt Freiberg und Naturforscher Rülein von Calw erwähnte den „Schörlein“  in seinem „Nützlich Bergbüchlin“, dem damaligen Standardwerk über den Bergbau.

Was hat der Turmalin mit einem Feuerstein zu tun?

Der Turmalin birgt noch ein physikalisches Geheimnis, das man ihm nicht ansieht - den piezoelektrischen Effekt. Bei mechanischem Druck oder Schlag auf ein Kristallende baut sich in einem Kristallstäbchen von einem zum anderen Ende eine elektrische Spannung auf, die sich bei Nachlassen des Drucks in Form von Strom oder eines Funkens entlädt. Wenn Sie einen Gasgrill für den Garten haben, dann ist es wahrscheinlich, dass Sie mittels eines Druckknopfes einen Schlag auf ein Kristall ausführen und so den Funken zum Anzünden erzeugen. Suchen Sie doch im Internet mal ein Video zu dem Thema - sehr interessant. Das Erzeugen eines Funken hat der Turmalin mit dem Feuerstein gemeinsam - ansonsten nichts.

Wie entsteht der Schörl ?

Von allen Turmalinen erreicht der Schörl die größten Dimensionen. Kristalle von der Größe eines Unterarms sind keine Seltenheit. Sie finden sich meist in Pegmatitlagerstätten. Diese entstehen wenn zähflüssiges Magma aus dem heißen Erdmantel in die kühlere Erdkruste quillt und dort langsam erkaltet. Dies kann Jahrhunderte dauern. Währenddessen vollzieht sich in dem Magmastock der Prozess der magmatischen Differentiation. Das heißt, dass in einem geschmolzenen Milieu zunächst jene Elemente mit einem hohen Schmelzpunkt in den festen Zustand übergehen. 

 

Vereinfacht kann man sagen, dass im Zuge der Abkühlung von ca. 1000 °C auf 600 °C Minerale in folgender Reihenfolge aus der Schmelze auskristallisieren: Olivin, Diopsid, Hornblende, Biotit, Feldspat, Quarz. Schauen Sie doch einmal bei den Mineralien von StoneTrip vorbei. Währenddessen vollzieht sich in dem Magmastock der Prozess der magmatischen Differentiation. Das heißt, dass in einem geschmolzenen Milieu zunächst jene Elemente mit einem hohen Schmelzpunkt in den festen Zustand übergehen. Vereinfacht kann man sagen, dass im Zuge der Abkühlung von ca. 1000 °C auf 600 °C Minerale in folgender Reihenfolge aus der Schmelze auskristallisieren: Olivin, Diopsid, Hornblende, Biotit, Feldspat, Quarz. Schauen Sie doch einmal bei den Mineralien von StoneTrip vorbei.

Welche Bedeutung hat der Schörl?

Schörl gilt als bester Schutzstein gegen elektromagnetische Wellen und wird gerne in der Nähe von Computern und Handys verwendet. Auch soll der schwarze Turmalin helfen, eine klare geistige Haltung einzunehmen, Stress lindern und den Schlaf zu verbessern. Er soll nüchtern, klar, logisch und rational machen.

Der Schörl gilt als Glücksbringer für die Sternzeichen Skorpion und Steinbock.
Körperlich soll schwarzer Turmalin entspannend und schmerzlindernd bei Energieblockaden der Haut, Muskulatur und des Bewegungsapparates wirken.

Literatur:  • Michael Gienger: Heilsteine - 555 Steine von A-Z, Verlag Neue Erde  • Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten der Welt, BLV Verlag


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